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Die bekannte und unbekannte Seite von Sebastian Magnani

28.07.2020 12:12

Wir machen weiter mit unserer Serie: Wöchentlich stellt sich jeweils ein ADC Mitglied von einer überraschenden Seite vor, indem sie oder er etwas von sich preisgibt, das den meisten nicht bekannt sein dürfte. Diesmal: Sebastian Magnani.

Die bekannte Seite:
MAGNANI Photographer, Fotograf/Künstler/Kreativer, Ausbildung: Polygraf/Art Director, ADC Mitglied seit: 2019

Die unbekannte Seite:  
Meine erste grosse Liebe war das Skateboard fahren. Mit 10 Jahren hatte mein Bruder Alessandro sein erstes Skateboard geschenkt bekommen. Anfangs haben wir uns dies geteilt, aber schnell hat’s nicht mehr für beide gereicht. Das Fieber hatte uns gepackt, die Leidenschaft war unersättlich. Wir wollten das Stück Holz beherrschen und perfektionieren. Zum Glück konnte man sich als Kind Dinge einfach zu Weihnachten wünschen, somit hatte ich dann innert kurzer Zeit mein eigenes Skateboard, welches meine zukünftige Laufbahn beeinflussen sollte. 

Als Skateboarder ist man unglaublich kreativ. Man interagiert mit immer neuer Umgebung. Man kann eine Treppe runter- oder hochspringen, man kann diese aber auch Sliden (mit dem Board) oder Grinden (mit den Achsen) und das alles kombiniert mit verschiedenen Flips, Wheelies und Grabs. Die Möglichkeiten durch Kombinationen sind unbegrenzt, jede Stadt und jedes Land hat seine eigenen Spots (Plätze) und Obstacles (Objekte), die aus anderen Materialien bestehen wie Holz oder Marmor. Hinzu kommt der eigene Style, was eine weitere Ebene in den Sport bringt. All das zusammen macht eine komplexe und wundervolle Mixtur. Die Erde war ein riesiger Vergnügungspark für uns. 

Nach über 10 Jahren musste ich wegen mehreren Verletzungen aufhören, hatte aber damit angefangen, meinen Bruder zu fotografieren, welcher einer der Besten in der Schweiz war, viele Internationale Sponsoren hatte, bereits Schweizer Meister und in ganz Europa bekannt war. Wir haben viel Zeit miteinander verbracht, und dafür bin ich sehr dankbar.

Heute liebe ich es, als Fotograf arbeiten zu dürfen. Es hat viele Ähnlichkeiten, man ist immer wieder auf einer anderen Location, kann verschiedene Menschen aus allen Sparten an unterschiedlichen Orten inszenieren. Dazu kommt die eigene Bildunterschrift, die eigene Bildsprache. Die Vielfalt ist auch hier unendlich.

Die Vergangenheit prägt die Gegenwart und die Zukunft. Ich habe gelernt, dass alles, was im Leben passiert, ob gut oder schlecht, das Leben reicher macht, den Erfahrungen machen uns zum Menschen, der wir gerade jetzt im Moment sind.